Unterschied Versicherungsmakler - Versicherungsvertreter

Kennen Sie DEN Unterschied zwischen einem Versicherungsmakler und Versicherungsvertretern?!

Versicherungsvertreter (weitere Bezeichnungen sind: Agent, Exklusivvertrieb, Agenturvertrieb, Ausschließlichkeitsagent, Außendienst der Versicherungsgesellschaft,Einfirmen-Vertreter) sind gebundene Vermittler und gemäß Versicherungsvertragsgesetz streng von Versicherungsmaklern abgegrenzt!

Es handelt sich hierbei immer um Versicherungsvertreter, die im Auftrag einer oder mehrerer (Mehrfachagent) Versicherungsgesellschaft/-en Geschäfte anbahnen und die Kunden beraten.

Auch der Mehrfachagent ist ein Versicherungsvertreter. Er arbeitet nicht exklusiv für eine Versicherungsgesellschaft, sondern vertreibt Produkte mehrerer Gesellschaften. Der Unterschied zum Versicherungsmakler besteht wie auch bei dem Versicherungsvertreter darin, dass er rechtlich Vertreter der jeweiligen Versicherungsgesellschaften ist und mit ihnen einen Agentenvertrag hat.

Der Versicherungsmakler ist an keine Gesellschaft gebunden. Im Gegensatz zu den gebundenen Vermittlern (Vertretern) erhält er vom Kunden / Mandanten einen Beratungs- und Vermittlungsauftrag, ähnlich einem Rechtsanwalt. Seine Loyalität besteht in erster Linie dem Kunden bzw. Mandanten gegenüber.

Das Vertragsverhältnis zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsmakler wird in einem Maklervertrag geregelt. Seit dem Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts (Versicherungsvermittlergesetz) vom Dezember 2006 muss nicht nur der Versicherungsmakler über die Wünsche des Kunden und die daraus resultierenden Vorschläge mit Begründung eine schriftliche Dokumentation vor Vertragsabschluss erstellen, sofern der Kunde darauf nicht verzichtet oder wenn der gewählte Versicherer vorläufige Deckung gewährt. Es muss von allen Gesprächspartnern unterzeichnet und dem Kunden eine Kopie vor Vertragsabschluss ausgehändigt werden. Ein Verzicht durch den Kunden auf eine Beratungsdokumentation kann sich im Streitfall nachteilig für ihn auswirken - deshalb muss diese Information über evtl. Nachteile im "Beratungs- und Dokumentationsverzicht" schriftlich niedergelegt werden.

Ergänzend zum Maklervertrag/-auftrag gibt es die dazugehörige "Maklervollmacht". Letztere legitimiert den Versicherungsmakler nach außen, z. B. gegenüber den Versicherungsgesellschaften als Sachwalter des Kunden. In dieser Vollmacht ist in Kurzform der Umfang der mit dem Mandanten vereinbarten Vollmachten beschrieben. Die Vollmacht legt der Makler bei der Versicherungs-gesellschaft vor, bei der er z. B. im Auftrage des Mandanten eine Sachversicherung kündigt, neu abschließt oder eine Schadensregulierung anmeldet.


Ob Sie es mit einem Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler zu tun haben, können Sie unter http://www.vermittlerregister.info/selektion/suche.aspx abfragen.

Hier wird unterschieden zwischen dem
"Gebundener Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 4 GewO"
und dem
"Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO"

Im Auftrag des Kunden bewertet der Makler den Markt nach den Anforderungskriterien des Versicherungsnehmers. Ein entscheidendes Kriterium ist das Preis-Leistungsverhältnisses; aufgrund dessen gibt der Versicherungs-Makler eine Empfehlung ab. Diese Marktbewertung findet je Versicherungszweig getrennt statt. Zum Beispiel kann eine Betriebshaftpflichtversicherung mit Versicherer A, eine Sachversicherung mit Versicherer B und eine Personenversicherung mit dem Versicherer C abgeschlossen werden. Damit optimiert der Kunde seine Prämien und Deckungen. Dadurch, dass der Makler nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden ist, muss er dem Kunden nicht wie der Agenturvertrieb das zur Verfügung stehende Produkt verkaufen, sondern sucht die Versicherungsschutzlösung auf dem Markt, die im Idealfall den Risikogegebenheiten und Bedürfnissen des Kunden am besten entspricht.


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