Studie

Viele Berufstätige sehen sich schlecht gegen Pflegerisiko abgesichert

Erneut zeigt eine Umfrage, dass die Menschen sich nicht ausreichend auf den Fall der Pflegebedürftigkeit vorbereitet sehen. Lediglich jeder siebte Berufstätige (15 Prozent) glaubt demnach, ausreichend für den Pflegefall abgesichert zu sein. Dabei ist der Trend sogar leicht rückläufig.

Die Bundesbürger wissen, dass die Pflegebedürftigkeit ein hohes Armutsrisiko birgt – und sorgen trotzdem nicht vor. So lässt sich eine repräsentative Studie mit 3.381 Teilnehmern interpretieren, die ein großer Versicherer in Auftrag gegeben hat. Lediglich jeder siebte Berufstätige glaubt demnach, ausreichend für den Pflegefall abgesichert zu sein.

Und der Trend ist sogar rückläufig, denn bei der Umfrage vor zwei Jahren äußerte sich noch jeder Fünfte positiv. Hier soll noch einmal daran erinnert werden, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Art Teilkasko ist: Im schlimmsten Fall droht eine Vorsorgelücke von mehreren tausend Euro im Monat.

Ärgerlich ist das Ergebnis auch deshalb, weil die Pflegebedürftigkeit tatsächlich jeden treffen kann. Schon heute zählt das Statistische Bundesamt 2,86 Millionen Menschen, die pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) sind. Und diese Zahl soll bis zum Jahr 2030 auf 3,5 Millionen Menschen anwachsen.

Hochbetagte besonders bedroht – aber auch viele junge Pflegebedürftige

Ein Grund zur Panikmache besteht trotz der steigenden Zahl Pflegebedürftiger nicht, denn die meisten Menschen werden ein langes und gesundes Leben führen. Und die steigenden Zahlen hängen auch damit zusammen, dass die Lebenserwartung der Bürger stark steigt.

Vor allem Hochbetagte ab 85 Jahren haben ein sehr hohes Pflegerisiko, auch das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Während bei den 70- bis unter 75-Jährigen „nur“ jeder Zwanzigste (5 Prozent) pflegebedürftig ist, beträgt die Quote für die ab 90-Jährigen 66 Prozent.

Dennoch: Auch junge Menschen können pflegebedürftig werden. Laut dem Statistischen Bundesamt sind mehr als 386.000 Menschen unter 60 Jahren auf fremde Hilfe angewiesen. Und so kann es eine weise Entscheidung sein, schon früh mit einer Pflegezusatzversicherung vorzusorgen. Das gilt übrigens in doppelter Hinsicht. Denn junge und gesunde Menschen können sich besonders preiswert versichern, während ein hohes Alter und Vorerkrankungen bei vielen Tarifen mit Leistungsausschlüssen und Preisaufschlägen „bestraft“ werden. Hier hilft ein Beratungsgespräch, den passenden Schutz zu finden!

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