Viele junge Erwachsene blicken mit Skepsis auf ihre finanzielle Absicherung im Alter. Das zeigt das aktuelle Selbstbestimmungsbarometer von Swiss Life, das in dieser Ausgabe den Fokus auf die 18- bis 29-Jährigen legt. Nur etwa jede siebte Person aus dieser Altersgruppe fühlt sich finanziell gut auf den Ruhestand vorbereitet.
Die Zuversicht in die eigene Altersvorsorge ist insgesamt niedrig, bei jungen Erwachsenen jedoch besonders ausgeprägt. Während gut ein Viertel aller Befragten davon ausgeht, im Alter finanziell selbstbestimmt leben zu können, liegt dieser Anteil bei den Jüngeren deutlich darunter. Viele schätzen zudem, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben – obwohl sie häufig erst am Anfang ihres Berufslebens stehen.
Gleichzeitig ist das Interesse an Finanz- und Vorsorgethemen in der jungen Generation besonders hoch. Knapp die Hälfte der jungen Erwachsenen wünscht sich mehr Wissen rund um Altersvorsorge und Geldanlage. Viele erkennen die Notwendigkeit privater Vorsorge, fühlen sich aber von der Vielzahl an Möglichkeiten und Regelungen überfordert.
Die Studie zeigt außerdem einen langfristigen Trend: Das Gefühl von Selbstbestimmung in Deutschland nimmt weiter ab. Nur noch gut die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich grundsätzlich selbstbestimmt. Parallel dazu sinkt das Vertrauen in staatliche Unterstützung. Lediglich eine kleine Minderheit rechnet im Fall finanzieller Engpässe mit Hilfe vom Staat, während viele Menschen die Verantwortung für ihre Altersvorsorge zunehmend bei sich selbst sehen.
Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und hohe Wohnkosten bleiben dabei die größten Hürden auf dem Weg zu finanzieller Sicherheit. Trotz des wachsenden Problembewusstseins klafft bei vielen – insbesondere bei jungen Erwachsenen – weiterhin eine deutliche Lücke zwischen dem Wunsch nach finanzieller Selbstbestimmung und der tatsächlichen Umsetzung.









