Die Erwartungen der Deutschen an eine neue private Zusatzrente sind eindeutig: Verlässlichkeit steht für viele Menschen an erster Stelle. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich bei der privaten Zusatzvorsorge vor allem eine verlässliche Rente.
Sicherheit prägt dabei die Haltung zur Altersvorsorge insgesamt. Ein großer Teil der Bevölkerung bevorzugt entweder eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Ertrag oder stellt Stabilität klar über Renditechancen. „Die Menschen wollen die Chancen des Kapitalmarkts nutzen – aber auf einem vertrauensvollen Fundament“, sagt Jörg Asmussen.
Zentral ist für viele zudem, dass private Vorsorge langfristig trägt. Angesichts steigender Lebenserwartung erwarten die Befragten Auszahlungsmodelle, die auch im hohen Alter Sicherheit bieten. Aus Sicht des GDV sollten private Zusatzrenten daher so ausgestaltet sein, dass sie deutlich über das bisher diskutierte Alter hinaus planbare Leistungen ermöglichen. Altersvorsorge solle entlasten, nicht neue Unsicherheiten schaffen, so Asmussen.
Ein weiterer Befund: Die Mehrheit möchte sich im Ruhestand nicht mehr aktiv um finanzielle Entscheidungen kümmern müssen. Planbare und verlässliche Auszahlungen gelten vielen als wichtiger Bestandteil einer guten Altersvorsorge. Sicherheit ist damit für die meisten Befragten der entscheidende Maßstab – noch vor Flexibilität oder Rendite.
Für die laufende Reform der privaten Altersvorsorge ergibt sich daraus ein klares Signal: Kapitalmarktbasierte Lösungen stoßen nur dann auf Akzeptanz, wenn sie Stabilität bieten. Sicherheit und Rendite werden dabei nicht als Gegensätze verstanden, sondern als notwendige Kombination für Vertrauen in die private Zusatzrente.









