Wer privat vorsorgt, denkt nicht zuerst an hohe Gewinne. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Für viele Menschen steht der Schutz des angesparten Kapitals an erster Stelle. Auch die Betriebsrente stößt auf breite Akzeptanz.
Wenn es um zusätzliche Altersvorsorge geht, wünschen sich viele Menschen vor allem eines: Verlässlichkeit. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage nennen 31 Prozent der erwerbstätigen Befragten einen besseren Schutz ihrer Ersparnisse als wichtigsten Anreiz für private Vorsorge. Bei Frauen liegt dieser Wert sogar bei 34 Prozent.
Höhere Renditen folgen mit 27 Prozent deutlich dahinter, staatliche Förderung mit 24 Prozent.
Das zeigt: Die Angst vor Kapitalverlust wiegt schwerer als die Hoffnung auf hohe Gewinne.
Betriebsrente gewinnt an Akzeptanz
Auch die betriebliche Altersversorgung stößt auf Offenheit. 52 Prozent der berufstätigen Befragten würden ein automatisches Angebot ihres Arbeitgebers annehmen, sofern sie nicht aktiv widersprechen müssten. Nur 12 Prozent lehnen ein solches Modell klar ab.
Das sogenannte Opt-out-Modell soll die Hürde zur Vorsorge senken – insbesondere für Beschäftigte, die sich bisher nicht aktiv mit dem Thema befassen.
Warum zusätzliche Vorsorge wichtiger wird
Die Menschen werden immer älter – bereits heute sind rund drei Millionen Menschen in Deutschland älter als 85 Jahre. Gleichzeitig geraten umlagefinanzierte Systeme unter Druck.
Für Verbraucher bedeutet das:
- Private und betriebliche Vorsorge ergänzen die gesetzliche Rente.
- Sicherheit spielt eine zentrale Rolle bei der Produktwahl.
- Frühzeitiger Einstieg reduziert späteren finanziellen Druck.
- Altersvorsorge ist damit weniger eine Frage hoher Renditeversprechen – sondern vor allem eine Frage langfristiger Stabilität.
Über die Studie:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 23. und 26.01.2026 insgesamt 2.234 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wohnumfeld, Wahlverhalten und politisches Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.









