ETFs sind bei deutschen Anlegern angekommen: Mehr als jeder fünfte Erwachsene investiert inzwischen in börsengehandelte Indexfonds. Gleichzeitig wird die Auswahl immer unübersichtlicher. Mehr als 3.000 ETFs stehen mittlerweile zur Verfügung. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, muss sich davon aber nicht verrückt machen lassen.
Ein wichtiges Auswahlkriterium ist die breite Streuung. ETFs auf weltweite Aktienindizes verteilen das angelegte Geld auf zahlreiche Unternehmen, Länder und Branchen. Dadurch hängt die Entwicklung weniger stark von einzelnen Firmen oder Märkten ab. Anders sieht es bei Themen-ETFs aus, die beispielsweise ausschließlich auf Künstliche Intelligenz, Wasserstoff oder Cybersecurity setzen. Solche Fonds konzentrieren das Geld auf einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt des Marktes und können deshalb stärkeren Schwankungen unterliegen.
Auch niedrige Gebühren sind wichtig, sollten aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Anleger können zusätzlich darauf achten, welchen Index ein ETF abbildet, wie genau ihm das langfristig gelingt und wie groß der Fonds ist. Vor allem sollten sie sich vor der Auswahl über ihr Anlageziel und den gewünschten Zeitraum klar werden. Denn auch ein weltweit gestreuter Aktien-ETF schwankt im Wert und eignet sich deshalb vor allem für Geld, das langfristig angelegt werden kann.
Quelle: Finanztip/Civey, August 2026.









