Wer bei der Kfz-Versicherung sparen möchte, muss nicht immer gleich den Anbieter wechseln. Oft lohnt sich zunächst ein Blick in den bestehenden Vertrag. Denn Fahrleistung, Fahrerkreis oder andere Angaben stammen möglicherweise noch aus einer Lebenssituation, die längst nicht mehr aktuell ist.
Besonders viel kann der Fahrerkreis ausmachen. Fährt beispielsweise ein 18-Jähriger das Familienauto nicht mehr, kann seine Herausnahme aus dem Vertrag den Beitrag deutlich reduzieren. Auch weniger gefahrene Kilometer können Geld sparen: Eine aktuelle Verivox-Auswertung kommt bei einer Verringerung der jährlichen Fahrleistung von 15.000 auf 12.000 Kilometer auf durchschnittlich sieben Prozent Ersparnis, bei 10.000 Kilometern auf elf Prozent. Wichtig ist allerdings: Fahrerkreis und Kilometerleistung dürfen nicht nur auf dem Papier reduziert werden. Die Angaben müssen der tatsächlichen Nutzung des Autos entsprechen.
Weitere Sparmöglichkeiten sind mit einer bewussten Entscheidung verbunden. Eine höhere Selbstbeteiligung senkt zwar den Kaskobeitrag, erhöht dafür aber die Kosten, die Versicherte im Schadenfall selbst tragen müssen. Auch eine Werkstattbindung kann den Beitrag reduzieren, schränkt bei einem Kaskoschaden jedoch die freie Werkstattwahl ein. Wer seinen Versicherungsbeitrag jährlich statt monatlich zahlt, kann ebenfalls günstiger fahren.
Deshalb lohnt sich ein jährlicher Vertragscheck: Wie viele Kilometer fahre ich tatsächlich? Wer nutzt das Auto noch? Passt die Selbstbeteiligung zu meinen finanziellen Möglichkeiten? Und benötige ich freie Werkstattwahl? Erst wenn diese Angaben stimmen, lässt sich sinnvoll beurteilen, ob sich zusätzlich ein Tarif- oder Anbieterwechsel lohnt.
Quelle: Verivox, Kfz-Versicherungsindex 2026.









